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Sieber 2004

Aus Erfolgreich gewaltfrei

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Peacebuilding

Charakter der Arbeit: Vergleichsstudie

Sozial-und Sozialpsychologische Arbeit

Region: Nahost, Balkan, Nordafrika, Schweiz

Bibliographischer Nachweis:

Sieber, Anja (2004)

Eine transversale Studie zu Empowerment. cfd-Empowermentprojekte in Palästina, Israel, Bosnien-Herzegowina, Kosovo/a, Marokko und der Schweiz.

CFD-Arbeitspapier.

Bern: Christlicher Friedensdienst.

<http://www.cfd-ch.org/pdf/publikationen/Empowermentstudie_D.pdf> [10.12.2009]

Konkretes Thema: Empowerment von Frauen

Datenbasis: Fallstudien


Zusammenfassung:

Die Autorin vergleicht verschiedene Projekte, die der Schweizer Christliche Friedensdienst in Israel, Palästina, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Marokko und der Schweiz unterstützt. Bei ihnen allen geht es um das Empowerment von Frauen, worunter „ein komplexer und dynamischer Prozess [verstanden wird], der die kollektiven und die individuellen Fähigkeiten ebenso wie die Handlungsspielräume der Frauen erweitert. Dieser Empowermentprozess bewegt sich im Spannungsfeld von regionalen strukturellen Bedingungen und individuellen Wirkungsmöglichkeiten der Frauen. Durch die Projekte werden das Bewusstsein der Frauen sowie das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt. Dadurch können gesellschaftliche Stellungen reflektiert und eine Veränderung derselben angegangen werden." (S.43)

Die praktische Arbeit der untersuchten Organisationen (in ihrer Mehrzahl NRO) reicht von Trainingsprogrammen über Arbeit mit Opfern von sexueller Gewalt, Alphabetisierung, Gesundheitserziehung, Berufsbildungsprogramme und Einkommensförderung bis zur Lobbyarbeit.

Es wird festgestellt, dass Empowerment als ein sich ergänzender Vorgang auf drei Ebenen verstanden werden muss: die individuelle (Frauen und Männer), die kollektive (Frauengruppen, Organisationen) und die gesellschaftlich-strukturelle (makropolitische und rechtliche Fragen). Da die meisten Organisationen sich auf eine dieser Ebenen konzentrieren, mahnt die Autorin eine Vernetzung der verschiedenen Organisationen und ihrer Arbeit als wesentlich an, um Synergien zu nutzen und den Einfluss auf gesellschaftliche Prozesse zu vergrößern. Entscheidend sei, über die individuelle Ebene – auf die sich viele Projekte vorrangig beziehen - hinauszugehen, da Empowerment nichts nützt, wenn die Frauen in ihrem sozialen Umfeld (Familie) und/oder gesamtgesellschaftlich auf unüberwindliche Barrieren stoßen.

Ebenso sollten Projekte des Empowerment sich mit den Aspekten der Gewalt, der Sicherheit und der Ressourcen (z. B. Einkommen als Quelle von Sicherheit) befassen.


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