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Institutionen, Organisationen und Projekte
Die folgende Übersicht kann nicht vollständig sein. Vorrang wurde hier jenen Organisationen gegeben, deren Webseiten nicht nur über die Arbeit der jeweiligen Organisation informieren, sondern auch Projektbeschreibungen, Evaluationen und dergleichen enthalten, oder die als Portale ein Ausgangspunkt für eine erweiterte Suche sein können. Bei den deutschen Entwicklungsdiensten wurden aus Platzgründen allein die vom BMZ anerkannten aufgeführt. Viele weitere Organisationen – darunter einige, die Projekte des Zivilen Friedensdienstes über einen der vom BMZ anerkannten Entwicklungsdienste oder das Forum Ziviler Friedensdienst abwickeln und die selbstverständlich ebenso wichtige und qualitätvolle Arbeit leisten – können leicht über die in B.4 benannten Netzwerke und Dachorganisationen identifiziert und erreicht werden.
Die Zuordnung zu den einzelnen Kategorien (Konfliktbearbeitung, Entwicklungszusammenarbeit, Friedensforschung/ Politikberatung sowie Netzwerke/ Dachorganisationen) war nicht in jedem Falle eindeutig. Die alphabetische Anordnung der Institutionen unter jeder Überschrift soll deshalb ein Finden der gesuchten Organisation erleichtern. In Klammern ist jeweils die Arbeitssprache (d = deutsch, e = englisch, fr = französisch) vermerkt.
Inhaltsverzeichnis |
Konfliktbearbeitung
Berghof Foundation for Peace Support (d/e)
Sitz: Berlin. Internet: http://www.berghof-peacesupport.org
Berghof Foundation for Peace Support (BFPS) ist im Sommer 2004 als Schwesterorganisation des Berghof Forschungszentrums gegründet worden. Das Ziel von BFPS ist die Förderung von systemischen Ansätzen zur Einhegung und Transformation gewaltsamer Konflikte und die Unterstützung von Friedensprozessen durch Netzwerkbildung zwischen internationalen und einheimischen Organisationen und Initiativen. Arbeitsfelder sind praxisorientierte Forschung, Unterstützung von Peace Constituencies, Netzwerkbildung und Politikberatung. Neben dem Kaukasus ist BFPS in Asien (Sri Lanka, Nepal, Indonesien) im Nahen Osten (Libanon, Sudan) und in Latein Amerika (Guatemala, Bolivien) aktiv.
CDA – Collaborative Learning Projects (e)
Sitz: Cambridge (USA). Internet: http://www.cdainc.com
CDA – Collaborative Learning Projects ist eine gemeinnützige Organisation und direkter Ableger der Collaborative for Development Action, Inc., die eng mit dem Namen ihrer Gründerin Mary B. Anderson verbunden ist. Die Organisation führt seit Mitte der 90er Jahre eine Reihe von Projekten durch, bei denen es darum geht, konfliktsensible Entwicklungs- und humanitäre Arbeit zu fördern sowie Erkenntnisse über erfolgreiche Ansätze und Instrumente der Friedensarbeit zu gewinnen.
Die wesentlichen Projektreihen sind:
- Do No Harm: konfliktsensible humanitäre Arbeit, die nicht unwillentlich Konflikte verschärft, sondern Ansätze verfolgt, durch die Arbeit in einem Konflikt diesen zu mindern
- Reflecting on Peace Practice: ein Vergleichsprojekt, bei dem Friedensprojekte aus allen Kontinenten verglichen und ausgewertet werden
- Listening Project: Bei ihm geht es darum, die Empfängerseite von humanitärer Hilfe zu Wort kommen zu lassen
- Corporate Engagement Project: Es will Wirtschaftsunternehmen praktischen Rat geben, wie sie ihre Arbeit in Konfliktgebieten konfliktsensibel gestalten können
- Steps towards conflict prevention: Hier geht es um Auswertung von Erfahrungen bei der Verhinderung gewaltsamen Konfliktes
Die Webseite enthält eine große Zahl von Studien und weiteren Publikationen zu allen Projektreihen.
Conciliation Resources (e)
Sitz: London (UK). Internet: http://www.c-r.org
Conciliation Resources ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die in verschiedenen Konfliktregionen tätig ist. Sie publiziert eine Zeitschrift (Accord: an international review of peace initiatives) und hat im Rahmen eines „Comparative Learning projects" eine Serie von Arbeitspapieren z. B. über die Rolle dritter Parteien in Friedensprozessen oder die Einbeziehung bewaffneter Gruppen in Friedensprozesse in Kolumbien und den Philippinen herausgegeben.
Forum Ziviler Friedensdienst e. V. (d)
Sitz: Bonn. Internet: http://www.forumZFD.de
Das Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD), gegründet 1996, hat durch seine Lobbyarbeit das Instrument des Zivilen Friedensdienstes als friedenspolitischer Fachdienst in Deutschland verankert. Es bildet (heute in einer eigenen Akademie für Konflikttransformation) in mehrmonatigen Kursen und Trainings Menschen zu Friedensfachkräften aus, die durch das forumZFD selbst und zahlreiche weitere Organisationen zu mehrjährigen Einsätzen in Krisenregionen weltweit entsandt werden. Das forumZFD ist durch das BMZ als Trägerorganisation des Entwicklungsdienstes anerkannt.
FriEnt – Gruppe Friedensentwicklung (d)
Sitz: Bonn. Internet: http://www.frient.de
FriEnt ist eine Arbeitsgemeinschaft von sieben staatlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen der entwicklungspolitischen Friedensarbeit (BMZ, EED, GTZ, hbs, Misereor/ KZE, Konsortium ZFD, Plattform ZKB/ INEF). Sie wurde 2001 mit dem Ziel gegründet, Kompetenzaufbau und gemeinsame Lernprozesse, Vernetzung und Kooperation unter ihren Mitgliedsorganisationen zu fördern. In seiner Arbeit konzentriert sich FriEnt auf Themen (Transitional Justice, Prävention, Umgang mit Blockadekräften, Religion und Konflikte, Sicherheit und Entwicklungszusammenarbeit) und Länderprozesse (Nahost, Nepal, Tschad/Sudan, Kolumbien). Hierzu werden regelmäßige Veranstaltungen, praxisorientierte Publikationen und Beratungen angeboten. Der monatliche Newsletter „Impulse" informiert über aktuelle Entwicklungen.
HD Centre – Henri Dunant Centre for Humanitarian Dialogue (e/fr)
Sitz: Genf (CH). Internet: http://www.hdcentre.org
Das 1999 gegründete HD Centre ist eine unabhängige Organisation, deren Hauptziel die Förderung von Konfliktmediation ist. Zu diesem Zweck bietet es selbst seine Dienste an und fördert die Arbeit von staatlichen wie nichtstaatlichen Mediatoren und anderen in Konflikt Tätigen durch Forschung und Publikation. So hat es z. B. auch eine Reihe von Veröffentlichungen zum Thema der menschlichen Sicherheit und Aspekten humanitärer Arbeit herausgegeben, die von der Webseite heruntergeladen werden können.
International Alert (e)
Sitz: London (UK). Internet: http://www.international-alert.org
International Alert ist eine schon Mitte der 80er Jahre gegründete Organisation, die gleichermaßen Konfliktbearbeitung in Krisengebieten wie Lobbyarbeit bei der EU und anderen internationalen Akteuren betreibt. Schwerpunkte ihrer Arbeit heute sind die Rolle der Privatwirtschaft, Humanitäre Hilfe und Entwicklung, Gender, Sicherheit und Wiederaufbau nach Kriegen.
International Alert betreibt auch die Webseite http://www.conflictsensitivity.org, die u. a. ein Resource Pack zu Konfliktsensibilität und ein Handbuch für Rohstoff gewinnende Industrien enthält.
Peacebuilding Initiative (e)
Sitz: Brüssel/New York (USA). Internet: http://www.peacebuildinginitiative.org
Die Peacebuilding Initiative ist eine sehr junge, 2007 gegründete Einrichtung, die im Kontext der neu geschaffenen Peacebuilding Commission der Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde. Ihr Ziel ist die Begleitung der Arbeit dieser Kommission von zivilgesellschaftlicher Seite. Sie wird betreut von der International Association for Humanitarian Policy and Conflict Research (HPCR International), einer in Brüssel ansässigen 2005 gegründeten NRO, die mit dem gleichnamigen Programm Humanitarian Policy and Conflict Research (HPCR) an der Harvard University verbunden ist.
Die Webseite befindet sich erst im Aufbau. Sie enthält eine Literaturliste und Länderportale zu den Schwerpunkten der Arbeit der Peacebuilding Commission (Sierra Leone, Burundi).
USIP – United States Institute of Peace (e)
Sitz: Washington (USA). Internet: http://www.usip.org
Das USIP ist eine vom US-Kongress eingerichtete und finanzierte Institution, die durch direkte Arbeit im Feld, durch Publikationen und durch Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsmaßnahmen in den USA zur Verhinderung von Konflikten und zur Konfliktbearbeitung und -nachsorge beitragen will. USIP hat bislang über 400 Studien zu einschlägigen Themen veröffentlicht, die zum großen Teil auf der Webseite frei verfügbar sind.
zivik (d)
Sitz: Berlin. Internet: http://www.ifa.de/foerderprogramme/zivik
Das Programm zivik (zivile Konfliktbearbeitung) des Instituts für Auslandsbeziehungen e. V. (ifa) in Berlin berät Nichtregierungsorganisationen (NRO) sowie das Auswärtige Amt im Themenbereich der zivilen Konfliktbearbeitung und fördert, dokumentiert und evaluiert Projekte, die in Krisenregionen weltweit durchgeführt werden. Das Förderprogramm wird aus Mitteln des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland finanziert.
Mit dem Programm wird nicht nur zivile Konfliktbearbeitung gefördert, sondern auch ein Beitrag zur Vernetzung staatlicher und nichtstaatlicher Akteure initiiert. Inhaltliche Schwerpunkte reichen von der Ausbildung in gewaltfreier Konfliktbearbeitung, Unterstützung vertrauensbildender Maßnahmen zwischen Konfliktparteien bis zur Traumabearbeitung und Re-Integration von Ex-Kombattanten.
Entwicklungszusammenarbeit, Humanitäre Hilfe und Menschenrechtsarbeit
AGEH – Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe e. V. (d)
Sitz: Köln. Internet: http://www.ageh.de
Die AGEH ist der Personaldienst der deutschen Katholiken für Entwicklungszusammenarbeit. Zu ihren Aufgaben gehören Beratung zu allen Fragen der personellen Zusammenarbeit, Akquise, Personalauswahl, Soziale Sicherung und Vertragsgestaltung, Personalentwicklung, Rückkehrer-, Öffentlichkeits- und Inlandsarbeit. Stammprogramm ist die Vermittlung von Fachkräften auf Grundlage des Entwicklungshelfer-Gesetzes. Die AGEH ist einer der Träger des Zivilen Friedensdienstes (ZFD).
Amnesty International (d)
Deutscher Sitz: Bonn. Internet: http://www.amnesty.de
Amnesty International setzt sich für die Durchsetzung aller in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte formulierten Rechte ein. Dazu gehört auch der Einsatz für den Schutz der Menschenrechte in bewaffneten Konflikten und für wirksame Kontrollen des Waffenhandels. Da Frauen und Mädchen in bewaffneten Konflikten besonders stark von Menschenrechtsverletzungen bedroht sind, setzt sich Amnesty in diesen Situationen verstärkt für ihren Schutz und ihre Rechte ein.
Brot für die Welt (d)
Sitz: Stuttgart. Internet: http://www.brot-fuer-die-welt.de
„Brot für die Welt" ist eine Aktion der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit, die von allen evangelischen Landes- und Freikirchen getragen wird. Gemeinsam mit der Diakonie Katastrophenhilfe und Hoffung für Osteuropa gehört „Brot für die Welt" zum Vorstandsbereich Ökumenische Diakonie im Diakonischen Werk der EKD e. V. Zahlreiche Projekte von Brot für die Welt haben einen konfliktrelevanten Aspekt. Eine Fachstelle für zivile Konfliktbearbeitung ist im Menschenrechtsreferat ansässig.
Die protestantische Entwicklungsarbeit in Deutschland soll bis 2013 in Berlin unter dem Namen „Brot für die Welt" zusammen geführt werden und neben Brot für die Welt den Evangelischen Entwicklungsdienst EED und Diakonie Katastrophenhilfe umfassen.
CRS – Catholic Relief Serivces (e)
Sitz: Baltimore (USA). Internet: http://www.crs.org
Catholic Relief Services wurde 1943 von der US-amerikanischen Bischofskonferenz gegründet und ist heute als Hilfs- und Entwicklungsorganisation in aller Welt tätig. CRS hat ein umfangreiches Peacebuilding-Programm mit Aktivitäten, die von Training über interreligiösen Dialog bis hin zu Traumabearbeitung und Demobilisierung reichen. Die Webpage von CRS enthält viele anschauliche Beispiele ihrer Arbeit.
DED – Deutscher Entwicklungsdienst gGmbH (d)
Sitz: Bonn. Internet: http://www.ded.de; ZFD-Projekte: http://zfd.ded.de
Der 1963 gegründete DED wird getragen von der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sowie dem „Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee e. V." (s. u.). Seine finanziellen Mittel erhält der DED aus dem Bundeshaushalt. Er ist in erster Linie ein Personalentsendedienst, der Fachleute und junge Menschen zu Projekten der Entwicklungszusammenarbeit entsendet. Derzeit sind rund 1.000 Entwicklungshelferinnen und -helfer in über 40 Ländern tätig. Der DED ist auch der deutsche Partner der United Nations Volunteers (UNV).
Der DED beteiligt sich als eine der Entsendeorganisationen am Zivilen Friedensdienst (ZFD) aktuell mit über 80 Friedensfachkräften und 70 einheimischen Fachkräften in derzeit 16 Ländern. Mit seinem wachsenden ZFD-Engagement bedient der DED die Schnittstelle zwischen friedensfördernden und entwicklungspolitischen Maßnahmen in seinen Partner¬ländern. Dabei sind Ansätze der (Gewalt-)Konfliktnachsorge in der Regel auch Ansätze der Gewalt¬prävention und umgekehrt.
EED – Evangelischer Entwicklungsdienst e. V. (d)
Sitz: Bonn. Internet: http://www.eed.de
Der EED fördert jedes Jahr ca. 300 Projekte und Programme in Afrika, Asien und Lateinamerika, in Ozeanien, Südosteuropa und im Kaukasus. Er berät seine Partner und unterstützt sie finanziell, vermittelt deutsche Fachleute in Projekte nach Übersee und vergibt Stipendien an Nachwuchskräfte aus Partnerländern.
In Deutschland unterstützt der EED die entwicklungspolitische Bildungsarbeit von ca. 500 Gruppen und Gemeinden. Er gibt Zuschüsse zu Seminaren und Studienreisen, zu Kampagnen, Recherchen und Informationsmaterial. Mit seiner Lobby- und In Öffentlichkeitsarbeit trägt der EED entwicklungspolitische Anliegen in Kirche und Gesellschaft.
Die Webseite des EED enthält eine Reihe von Publikationen zu Projekten, die relevant unter dem Aspekt der Konfliktbearbeitung sind.
Es ist geplant, das Diakonische Werk der EKD mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst EED zu einem Gesamtwerk Evangelischen Zentrum für Entwicklung und Diakonie zusammenzuschließen und nach Berlin zu verlagern.
EIRENE – Internationaler Christlicher Friedensdienst e. V. (d)
Sitz: Neuwied. Internet: http://www.eirene.org
EIRENE ist ein ökumenischer, internationaler Friedens- und Entwicklungsdienst, der in Deutschland als Träger des Entwicklungsdienstes und des so genannten „Anderen Dienstes im Ausland" (anstelle des Zivildienstes in Deutschland) sowie des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) anerkannt ist. Zu den Gründern gehören die historischen Friedenskirchen der Mennoniten und der Church of the Brethren („Brüderkirche"), die noch heute mit dem Versöhnungsbund und den EIRENE-Zweigen in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden zu den EIRENE-Mitgliedern zählen. EIRENE vermittelt seit Ende der fünfziger Jahre Freiwillige in soziale Projekte im Ausland und gehört zu den anerkannten Trägern des Entwicklungsdienstes.
GTZ – Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH (d)
Sitz: Eschborn bei Frankfurt/ Main. Internet: http://www.gtz.de
Als weltweit tätiges Bundesunternehmen der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH die Bundesregierung bei der Verwirklichung ihrer entwicklungspolitischen Ziele. Sie bietet zukunftsfähige Lösungen für politische, wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklungen in einer globalisierten Welt und fördert komplexe Reformen und Veränderungsprozesse auch unter schwierigen Bedingungen. Ihr Ziel ist es, die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern.
Die GTZ ist ein Bundesunternehmen mit Sitz in Eschborn bei Frankfurt/ Main. Ihr Hauptauftraggeber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Darüber hinaus ist sie tätig für andere Bundesressorts, für Regierungen anderer Länder, für internationale Auftraggeber wie die Europäische Kommission, die Vereinten Nationen oder die Weltbank sowie für Unternehmen der privaten Wirtschaft.
Human Rights Watch (e)
Sitz: New York (USA). Internet: http://www.hrw.org
Human Rights Watch, ursprünglich Helsinki Watch, gegründet 1978, ist eine der größten Menschenrechtsorganisationen der Welt. Sie verbindet Berichterstattung über Menschenrechtsverletzungen mit Lobbyarbeit auf internationaler Ebene. Ihre Berichte befassen sich oft mit Menschenrechtsverletzungen in Kriegen oder im Kontext von Kriegen. Sie war auch führend an dem Vertrag zum Verbot von Kindersoldatentum und an der Kampagne zum Verbot der Antipersonenminen beteiligt.
Misereor (d)
Sitz: Aachen. Internet: http://www.misereor.de
Misereor ist das Entwicklungshilfswerk der Katholischen Kirche. Neben humanitärer Nothilfe und der Entwicklungszusammenarbeit unterhält es auch eine Reihe von konfliktrelevanten Projekten und ist eines der Mitglieder von FRIENT (s. o.).
WFD – Weltfriedensdienst e. V. (d)
Sitz: Berlin. Internet: http://www.wfd.de
Der WFD wurde 1959 als Antwort auf die verheerende Erfahrung des Zweiten Weltkriegs und die schon 10 Jahre nach Kriegsbeendigung beschlossene Wiederbewaffnung gegründet. Sein Schwerpunkt liegt bei der Unterstützung von Partnerorganisationen in Afrika, Lateinamerika und Palästina, Hauptthemen sind Ausbildung, Ressourcenschutz, Frauenförderung, Menschenrechte sowie Projekte des Zivilen Friedensdienstes.
World Vision (d/e)
Sitz des deutschen Zweiges: Friedrichsdorf. Internet: http://www.worldvision.de
World Vision ist ein internationales christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, Katastrophenhilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Unterstützung von Kindern, Familien und ihrem Umfeld im Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit. Darüber hinaus engagiert sich World Vision mit Projekten im Bereich Friedensförderung, z. B. in Uganda und im Sudan. Konkret geht es dabei um Friedenserziehung, Vermittlung in pastoralen Konflikten und um die Re-Integration von Kindersoldaten und anderen vom Krieg betroffenen Kindern.
Friedensforschung und Politikberatung
AFK – Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung e. V. (d)
Sitz: Hamburg. Internet: http://www.afk-web.de
Die AFK widmet sich als wissenschaftliche Vereinigung mit rund 230 Mitgliedern (in 2008) seit ihrer Gründung 1968 den Ursachen von Frieden und Krieg sowie der Überwindung jeder Art von Gewalt. Sie fördert Grundlagenarbeit für eine am Frieden orientierte politische Praxis. Sie veranstaltet alljährlich friedenswissenschaftliche Kolloquien, publiziert deren Erträge und stimuliert so zeitgemäße Forschungsinteressen. Sie lädt zum wissenschaftlichen Austausch und zur Mitarbeit in einzelnen interessenspezifischen Arbeitskreisen ein. Sie drängt auf interdisziplinäre Kooperation. Sie vertritt die Anliegen der Friedens- und Konfliktforschung in Gremien der Wissenschaftsförderung und gegenüber der Politik.
ALNAP – Active Learning Network for Accountability and Performance in Humanitarian Action (e)
Sitz: London (UK). Internet: http://www.alnap.org
Das am britischen Overseas Development Institute (ODI, Internet http://www.odi.org.uk) angegliederte Netzwerk wurde 1997 nach einer gemeinsamen Evaluierung des Genozids in Ruanda durch verschiedene Organisationen ins Leben gerufen. Sein Ziel ist, die humanitäre Arbeit durch gemeinsames Lernen und Rechenschaftspflichtigkeit zu verbessern. Mitglieder sind über 50 Organisationen und 600 Einzelpersonen. Seine Webseite enthält eine große Anzahl von Studien, die für die Konflikttransformation von Relevanz sind.
Berghof Forschungszentrum für konstruktive Konfliktbearbeitung (d/e)
Sitz: Berlin. Internet: http://www.berghof-center.org; http://www.berghof-handbook.net
Das Berghof Forschungszentrum für konstruktive Konfliktbearbeitung wurde 1993 in Berlin von der Berghof Stiftung für Konfliktforschung mit der Absicht geschaffen, Handlungsmöglichkeiten für die Bewältigung von ethnopolitischen Konflikten zu erforschen und an der praktischen Überprüfung dieser Strategien mitzuwirken. Es hat in den vergangenen Jahren praktische Ansätze der Konfliktbearbeitung und Friedensförderung intensiv begleitet, z. B. in den Nachkriegsgesellschaften des ehemaligen Jugoslawien, in Sri Lanka und dem Kaukasus. Das Zentrum arbeitet eng mit lokalen Partnern zusammen, widmet sich der Aktionsforschung und Politikberatung. Es publiziert in deutscher und englischer Sprache. Das Berghof Handbook for Conflict Transformation, das seit 2001 ständig erneuert und ergänzt wird, gibt einen exzellenten aktuellen Überblick über alle wesentlichen Themenbereiche der Konflikttransformation. Außerdem gehören zu den Publikationen Berghof Reports und Berghof Arbeitspapiere/ Working Papers. Alle sind auch von der Webseite abrufbar.
Bonn International Center for Conversion – BICC (d/e)
Sitz: Bonn. Internet: http://www.bicc.de
Das BICC ist ein 1994 gegründetes unabhängiges Forschungsinstitut, das sich der angewandten Forschung, Politikberatung und Bildung im Bereich der Rüstungskonversion verschrieben hat. Das BICC will helfen, militär-spezifische Prozesse, Aktivitäten, Liegenschaften und Strukturen wirksam und nachhaltig umzuwandeln.
Eines der Schwerpunkte des BICC ist das Thema Kriegsökonomien. Es ist Mitglied im EU-finanzierten Netzwerk Fatal Transactions, das verschiedene europäische und afrikanische NRO und Forschungsinstitute zu diesem Thema zusammenbringt (siehe http://www.bicc.de/fataltransactions/news.html oder http://www.fataltransactions.org).
Feinstein International Center (e)
Sitz: Cambridge (USA). Internet: https://wikis.uit.tufts.edu/confluence/display/FIC
Ein wichtiger internationaler Prozess im Bereich der Humanitären Hilfe heißt „Humanitäre Agenda 2015". Er wird geleitet vom Feinstein International Center an der Friedman School of Nutrition Science and Policy der Tufts University in Cambridge, Mass. USA. Einer der führenden Akteure ist Antonio Donini. Das Center hat eine Reihe von Studien erarbeitet, die sich mit konfliktrelevanten Themen befassen.
FEST - Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft(d)
Sitz: Heidelberg. Internet: http://www.fest-heidelberg.de
Die Evangelische Studiengemeinschaft entstand 1957/58 durch die Zusammenlegung zweier kleiner wissenschaftlicher Institutionen in kirchlicher Trägerschaft: der Studiengemeinschaft der Evangelischen Akademien in Bad Boll mit ihrer angesehenen Kommission zur Erforschung des Marxismus und das Christophorus-Stift in Hemer (Westfalen), das neben kirchenrechtlichen Untersuchungen (Hans Dombois) vor allem den Dialog zwischen der Quantenphysik, der Theologie und der Philosophie betrieb (Günter Howe).
Die wissenschaftlichen Forschungen sind auf die folgenden Arbeitsbereiche ausgerichtet:
1. Religion und Kultur
2. Frieden und Nachhaltige Entwicklung
3. Theologie und Naturwissenschaft
Darüber hinaus führen die Mitarbeiter der FEST immer wieder Querschnittsprojekte durch, die sich übergreifenden Fragestellungen widmen.
HSFK – Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung (d)
Sitz: Frankfurt/ Main. Internet: http://www.hsfk.de
Die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung wurde 1970 von der Hessischen Landesregierung als selbstständige Stiftung des öffentlichen Rechts ins Leben gerufen. Mit rund 60 Mitarbeitern ist die HSFK das bisher größte und älteste Friedensforschungsinstitut in der Bundesrepublik Deutschland.
Die Arbeit der HSFK ist darauf gerichtet, die Ursachen gewaltsamer internationaler und innerer Konflikte zu erkennen, die Bedingungen des Friedens, verstanden als Prozess abnehmender Gewalt und zunehmender Gerechtigkeit, zu erforschen sowie den Friedensgedanken zu verbreiten. Im Rahmen ihrer Politikberatung werden Forschungsergebnisse praxisorientiert in Handlungsoptionen umgesetzt, die Eingang in die öffentliche Debatte finden.
Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Rüstungskontrolle und Abrüstung, Internationale Organisationen, demokratischer Frieden und Herrschaft des Rechts und Demokratisierung. Sie unterhält mehrere Publikationsreihen, die z. T. kostenfrei aus dem Internet heruntergeladen werden können.
HSRP – Human Security Report Project (e)
Sitz: Vancouver. Internet: siehe unten
Das kanadische, an der Simon-Fraser-Universität von Vancouver angedockte Human Security Research Project bereitet u. a. Informationen zu Themen auf, die mit menschlicher Sicherheit in einem engeren Verständnis (Krisen und Kriege) zu tun haben:
Die täglich erscheinende News-Liste informiert weltweit über Ereignisse und Entwicklungen, und einmal im Monat erscheint eine Zusammenschau neuerer wissenschaftlicher Studien (http://www.humansecuritynews.info).
Außerdem publiziert das Projekt seit ein paar Jahren einen Human Security Report und unterhält einige weitere Listen und online-Zeitschriften, darunter zwei zu Afghanistan. Alle können kostenfrei abonniert werden.
IFSH - Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (d/e)
Sitz: Hamburg. Internet: http://www.ifsh.de
Das IFSH untersucht Gefährdungen für den Frieden und die internationale Sicherheit in einer praxisorientierten Perspektive. Es wurde 1971 als Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Gegenwärtig hat das IFSH über 60 Mitarbeiter. Das Forschungsprogramm des IFSH umfasst Fragen der europäischen Sicherheit, Rüstungskontrolle, Transformationsprozesse in Mittel- und Osteuropa, im Kaukasus und in Zentralasien, die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU und Fragen der Weltinnenpolitik.
Das IFSH betreut auch das Zentrum für OSZE-Forschung (http://www.core-hamburg.de/). CORE versteht sich als politisch unabhängige Forschungseinrichtung, die Grundlagenforschung über zentrale Aspekte der Entwicklung der OSZE mit Nachfrage orientierten Analysen aktueller Probleme und praktischen Dienstleistungen verknüpft. Die Zielgruppen von CORE sind politische Akteure sowie die akademische und breitere Öffentlichkeit in Deutschland und im OSZE-Raum. Eine Reihe von Publikationen zur Arbeit der OSZE können von der Webseite heruntergeladen werden.
INEF – Institut für Frieden und Entwicklung (d/e)
Sitz: Duisburg. Internet: http://inef.uni-due.de
Das 1990 gegründete INEF ist eine Forschungseinrichtung des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen. Es kooperiert eng mit der Stiftung Entwicklung und Frieden (SEF), Bonn, und verbindet Grundlagenforschung mit anwendungsorientierter Forschung und Politikberatung unter anderem zu folgenden Themen: Global Governance und menschliche Sicherheit, fragile Staaten, Krisenprävention und zivile Konfliktbearbeitung sowie Entwicklung, Menschenrechte und Unternehmensverantwortung.
Zentral für die international angelegte Arbeit des INEF ist die Frage, wie Globalisierung politisch gestaltet und menschliche Sicherheit über klassische Außen- und Sicherheitspolitik hinaus gewährt werden kann. Das INEF konzentriert sich außerdem auf die Analyse von Gewaltkonflikten sowie die Suche nach friedens- und entwicklungspolitischen Strategien und Instrumenten unter den Bedingungen fragiler Staatlichkeit. Jüngere Forschungsprojekte untersuchten Konfliktregelung, den Wiederaufbau von Institutionen und die Rolle von Jugendgewalt in Nachkriegsgesellschaften anhand ausgewählter Fallstudien.
Regelmäßige Publikationen sind der INEF-Report und der INEF Policy Brief. Außerdem gibt das INEF alle zwei Jahre gemeinsam mit der SEF die Globalen Trends heraus (Fischer Taschenbuch Verlag).
ICG – International Crisis Group (e)
Hauptsitz: Brüssel. Internet: http://www.crisisgroup.org
Die ICG, gegründet 1995 von hochrangigen Persönlichkeiten aus der Politik, ist eine Organisation der Politikberatung, die Analysen über Konflikte erstellt. Ihre Empfehlungen richten sich stets sowohl an die lokal handelnden Akteure wie an die internationale Gemeinschaft als ganze und gelten als einflussreich. Ihre Analysen (rund 90 pro Jahr) können aus dem Internet heruntergeladen werden; ein kostenlos abonnierbarer Informationsdienst unterrichtet über die jeweils jüngsten Publikationen.
IPI – International Peace Institute (früher: IPA - International Peace Academy) (e)
Sitz: New York (USA). Internet: http://www.ipacademy.org
Das IPI, gegründet 1970, ist eine Forschungs- und Beratungsorganisation zu Themen von Frieden und Sicherheit, die eng mit dem Sekretariat und Mitgliedern der Vereinten Nationen zusammen arbeitet. Seine Webseite enthält eine große Zahl an einschlägigen Studien.
SEF – Stiftung Entwicklung und Frieden (d)
Sitz: Bonn. Internet: http://www.sef-bonn.org
Die SEF ist eine 1986 gegründete überparteiliche und gemeinnützige Stiftung, deren Stifter die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Berlin, Brandenburg und Sachsen sind. Sie arbeitet eng mit dem Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) der Universität Duisburg-Essen zusammen. Sie sucht durch Konferenzen und mehrere Publikationsreihen (u. a. die Buchreihen Globale Trends und Eine Welt sowie Policy-Papers) friedens- und entwicklungspolitische Themen politischen Entscheidungsträgern und Meinungsführern aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie Schlüsselpersonen der Medien nahezubringen.
SWP – Stiftung Wissenschaft und Politik (d)
Sitz: Berlin. Internet: http://www.swp-berlin.org
Das Deutsche Institut für Internationale Politik und Sicherheit der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) ist eine unabhängige wissenschaftliche Einrichtung, die auf der Grundlage eigener, praxisbezogener Forschung den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung in Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik berät.
Die SWP wurde auf private Initiative 1962 als rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet und hatte ihren Sitz in Ebenhausen bei München. Seit der Deutsche Bundestag 1965 einstimmig beschloss, der Gründung einer unabhängigen Forschungsstelle beizutreten, wird das Institut aus Bundesmitteln finanziert. Seit Januar 2001 ist die SWP in Berlin ansässig. Mitarbeiter des früheren Kölner Bundesinstituts für ostwissenschaftliche und internationale Studien (BIOst) sowie der gegenwartsbezogenen Abteilung des Münchner Südost-Instituts (SOI) wurden in das Institut der SWP integriert.
Die SWP gibt mehrere Publikationsreihen heraus (SWP-Studie, SWP-Aktuell, Zeitschriftenschau, Dossier, Comment, Research Paper, Nomos-Buchreihen), die aus dem Internet heruntergeladen werden können bzw. über einen Newsletter zu beziehen sind.
Netzwerke, Dachorganisationen
AGDF – Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (d)
Sitz: Bonn. Internet: http://www.agdf.de
Die AGDF ist ein Zusammenschluss von 35 vorwiegend der evangelischen Kirche nahestehenden Organisationen und Institutionen, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Arbeitsprogrammen im In- und Ausland Friedensarbeit leisten. Mitglieder der AGDF ermöglichen vorwiegend jungen Menschen die Teilnahme an längerfristigen Freiwilligendiensten, Workcamps und Jugendbegegnungen, entsenden aber auch Fachkräfte. Sie führen Projekte in gewaltfreier Konfliktbearbeitung im In- und Ausland durch und bieten Qualifizierungskurse an. Etliche Mitglieder sind vorwiegend in der Friedensarbeit in Deutschland tätig.
AKLHÜ – Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee e. V. (d)
Sitz: Bonn. Internet: http://www.entwicklungsdienst.de
Menschen zu beraten und für einen Einsatz als Fachkraft in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zu gewinnen, gehört zu den zentralen Aufgaben des Arbeitskreises „Lernen und Helfen in Übersee" e. V. Im Rahmen seiner Aktivitäten informiert er über Zugangsvoraussetzungen, Programme und Projekte verschiedener internationaler Freiwilligendienste und Fachorganisationen der EZ.
In seinem Internetportal www.entwicklungsdienst.de sind alle grundsätzlichen Informationen und Kontaktdaten zu einem Auslandsaufenthalt im Rahmen der EZ zusammengetragen und übersichtlich dargestellt. Wichtiger Bestandteil des Portals ist die deutschlandweit umfangreichste Stellendatenbank mit Angeboten verschiedenster Entsendeorganisationen zu Mitarbeitsmöglichkeiten in Programmen und Projekten weltweit.
Der AKLHÜ ist ein Zusammenschluss von 30 Organisationen aus den Bereichen personelle Entwicklungszusammenarbeit, internationale Freiwilligendienste und entwicklungsbezogene Bildungsarbeit.
EN.CPS – European Network for Civil Peace Services (e)
Sitz: ./. Internet: http://www.en-cps.org
Das europäische Netzwerk Ziviler Friedensdienste, gegründet 1999, ist eine Plattform von NRO aus verschiedenen europäischen Ländern, die sich für gewaltfreie Konflikttransformation einsetzen. Die meisten von ihnen sind entweder im Bereich der Qualifizierung von Menschen tätig, die in diesem Bereich national oder international tätig werden wollen, und/ oder entsenden als Freiwilligen- oder Fachdienste Menschen in Konfliktgebiete.
EPLO – European Peacebuilding Liaison Office (e)
Sitz: Brüssel. Webseite: http://www.eplo.org
EPLO, gegründet 1999, ist eine Plattform mit Büro in Brüssel, die gemeinsam von einer Anzahl europäischer NRO, Netzwerken und Think Tanks im Bereich der Konfliktbearbeitung unterhalten wird. Seine Hauptaufgabe besteht in der Lobbyarbeit gegenüber der Europäischen Union.
European Platform for Conflict Prevention und ECCP – European Centre for Conflict Prevention (e)
Sitz: Den Haag (Niederlande). Internet: http://www.conflict-prevention.net
Die European Platform for Conflict Prevention besteht seit 1997 und hat 150 europäische Organisationen und nationale NRO-Plattformen zum Mitglied. Das ECCP hat eine Reihe von Konferenzen und beachtenswerten Publikationen (z. B. People Building Peace) herausgegeben.
Derzeit liegt das Hauptarbeitsfeld in dem Internationalen Prozess GPPAC – Global Partnership for the Prevention of Armed Conflict, dessen Sekretariat sie stellt. GPPAC brachte Zivilgesellschaft aus allen Weltteilen zu einer großen Konferenz in den USA 2005 zusammen und arbeitet seither in 15 regionalen Zusammenschlüssen weiter (siehe http://www.gppac.net).
Forum Menschenrechte (d)
Sitz: Berlin. Internet: http://forum-menschenrechte.de
Das Forum Menschenrechte, gegründet 1994, ist ein Netzwerk von ca. 50 deutschen Nichtregierungsorganisationen, die sich für einen verbesserten, umfassenden Menschenrechtsschutz einsetzen - weltweit, in einzelnen Weltregionen, Ländern und in der Bundesrepublik Deutschland. Zu seinen Zielen gehört die Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland, die Durchführung gemeinsamer Vorhaben zur Verbesserung des Menschenrechtsschutzes weltweit und die Unterstützung von NRO bei ihrer internationalen Arbeit. Zu seinen Publikationen gehört das „Handbuch Menschenrechte" sowie Aufsätze und Dokumentationen aus verschiedenen Bereichen der Arbeit.
Konsortium Ziviler Friedensdienst (d)
Die zivilgesellschaftlichen Träger des Zivilen Friedensdienstes haben sich im „Konsortium Ziviler Friedensdienst" zusammengeschlossen. Mitglieder des Konsortiums sind die anerkannten Entwicklungsdienste Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH), Christliche Fachkräfte International (CFI), Deutscher Entwicklungsdienst (DED), EIRENE – Internationaler Christlicher Friedensdienst, Dienste in Übersee/ Evangelischer Entwicklungsdienst (EED) und Weltfriedensdienst (WFD) sowie die beiden Dachverbände der Friedensorganisationen Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und das Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD).
OECD-DAC Network on Conflict, Peace and Development Co-operation (e)
Sitz: Paris (F). Internet: http://www.oecd.org/dac/conflict
Die OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) ist eine 1961 gegründete Organisation von Industrieländern. Sie beobachtet Trends der wirtschaftlichen Entwicklung und fördert diese.
Ihr Development Assistance Committee (DAC) ist ein internationales (staatliches) Forum zur Entwicklungszusammenarbeit. Das ihm untergeordnete Network on Conflict, Peace and Development Co-operation bringt Konfliktpräventions- und Peacebuilding-Experten von Geld gebenden Regierungen, der Europäschen Kommission, Vereinten Nationen und internationalen finanziellen Institutionen zusammen. Zu seiner Arbeit gehört auch die Diskussion um Standards der Entwicklungszusammenarbeit. Außerdem gehört zu DAC auch ein Evaluations-Netzwerk (http://www.oecd.org/dac/evaluationnetwork). Die oben benannte Webseite enthält eine Reihe von Publikationen wie Manuals und Good Practice Studien.
Plattform Zivile Konfliktbearbeitung (d)
Sitz: Köln. Internet: http://www.konfliktbearbeitung.net
Die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, 1998 gegründet, ist ein offenes Netzwerk von über 60 Organisationen und 130 Personen („Teilhabende") aus dem Umfeld von Entwicklungszusammenarbeit, Menschenrechte, humanitärer Hilfe, Friedensbewegung, Friedensforschung und Konfliktbearbeitung in Deutschland. Ihr Ziel ist die Förderung der zivilen Konfliktbearbeitung durch Informationsaustausch der Teilhabenden, Möglichkeiten der Zusammenarbeit (Arbeitsgruppen, Projekte) und Lobbyarbeit.
VENRO – Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen e. V. (d)
Sitz: Bonn. Internet: http://www.venro.org
VENRO ist ein freiwilliger Zusammenschluss von mehr als 100 deutschen Nichtregierungsorganisationen (NRO) - private und kirchliche Träger der Entwicklungszusammenarbeit, der Nothilfe sowie der entwicklungspolitischen Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit - die bundesweit tätig sind. Lokale Initiativen werden im Verband durch die NRO-Landesnetzwerke repräsentiert, die ebenfalls VENRO-Mitglieder sind und etwa 2.000 Organisationen vertreten.
VENRO ist die deutsche Plattform der entwicklungspolitischen Zivilgesellschaft. Der Verband stellt ein Forum zur Positions- und Meinungsfindung dar und fungiert als politischer „watchdog". Bewusstseins- und Lobbyarbeit bilden einen wichtigen Teil seiner Arbeit. Das zentrale Ziel von VENRO ist die gerechte Gestaltung der Globalisierung und hier insbesondere die Überwindung der weltweiten Armut.
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